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Wir mögen es bunt – auf dem Acker und in der Gesellschaft!

Wir mögen es bunt – auf dem Acker und in der Gesellschaft!

An diesem Wochenende haben die für uns wichtigsten Demos stattgefunden. Danke an alle, die am Samstag nach Berlin gefahren sind und sich für Höfe, für das Klima und gutes Essen auf den Straßen der Hauptstadt zeigten.

Auch wir kämpfen für eine bäuerliche und umweltgerechte Landwirtschaft – ohne Hass und Hetze. Danke zudem an alle, die seit Freitag in vielen Städten laut gegen rechts demonstrieren! Es war heute ein einmaliges Erlebnis in der Bremer Innenstadt.

Wir möchten diesen ersten Newsletter im Jahr 2024 nutzen, um uns unseren Kund*innen gegenüber zu den aktuellen Diskussionen zu positionieren.
Vorweg: Es gibt nicht den einen Bauern bzw. die eine Bäuerin. Wer würde ein Frisörgeschäft mit einer Tischlerei, einem Glasermacher oder einer Bäckerei vergleichen? Das alles sind Handwerksbetriebe. Auch landwirtschaftliche Betriebe sind sehr unterschiedlich, sie erzeugen verschiedene Produkte, haben völlig unvergleichbare Arbeitsabläufe und Vorrausetzungen. Ein Weinbauer am Rhein, ein Milchbauer in den Alpen, ein Schweinemäster im Emsland, einem Obstbauer bei Hamburg. (Die Unterschiede der Gemüse- und Ackerbetriebe mit den vielen verschiedenen Kulturen, Böden und Klimaräumen ersparen wir Euch ebenso wie die vielen Tierarten- und Haltungsformen.) Kurz: Wir sind nicht einfach zusammenzufassen. Auch die Auswirkungen von gesetzlichen Auflagen und politischen Regelungen fallen von Betrieb zu Betrieb anders aus. Entsprechend verschieden sind die Meinungen der Akteure innerhalb der Branche.

Was uns – Nadia, Claas und Daniel (mit dem wir unsere Produkte gemeinsam vermarkten) - eint, ist die Überzeugung, dass sich in der Landwirtschaft insgesamt vieles ändern muss. Wir glauben an gute, regionale Produkte. Wir wissen, wie wenig Nahrungsmittel gerade bei uns in Niedersachsen wirklich auf den Ackerflächen angebaut werden, wie verheerend vielerorts die Tierhaltung ist. Wir erleben, wie widersprüchlich und hemmend einige der absurd vielen Regelungen sind. Wir wissen aber auch, dass viele Auflagen nötig sind, damit die Landwirtschaft nicht noch mehr negative Auswirkungen auf die Umwelt und Biodiversität hat. Es ist so, dass es nicht die eine einfache Lösung für alle gibt.
Wir drei sagen aber auch: Der aktuelle Kompromiss zu Thema Agrar-Diesel und Kfz-Steuer ist aus unserer Sicht gut. Mit einem Trecker fahren zwar viele Bauern und Bäuerinnen zu Demos (wir nicht), aber eher nicht in den Urlaub. Daher ist die Rücknahme der Streichung der Kfz-Steuerbefreiung richtig. Eine Subvention der Dieselverbräuche setzt jedoch aus unserer Sicht falsche Anreize und unterstützt langfristig nur die Ölindustrie. Daher stimmen wir für ihre Abschaffung.

Wie vielschichtig die Diskussion eigentlich geführt werden muss, erleben wir an unseren eigenen Betrieben. Bei uns sind die Kalkulationen sehr knapp, beim Finanzamt müssen wir uns auch mal gegen den Vorwurf der Liebhaberei wehren. Die Dieselsubvention ist aber nicht entscheidend für das Überleben unserer Höfe. Wenngleich wir – und das ist für viele Bios ein unangenehmes Thema – im Ackerbau in der Regel mehr Diesel verbrauchen als konventionelle Kolleg*innen. Die chemische Unkrautbekämpfung bedarf weniger Sprit als die mechanische Unkrautbekämpfung. Aber das, ist dann so fachlich, dass wir an dieser Stelle aufhören. Wer mehr erfahren will, fragt uns einfach beim nächsten Einkauf in unserem Hofladen, entweder am kommenden Freitag in Bremen oder eine Woche drauf am 2. Februar auch wieder in Riepholm.

Nadia, Claas und Daniel 

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Riepholm 2
27374 Visselhövede

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Mail: kontakt(at)modell-acker.de

Öko-Kontrollstelle: DE-Öko-022

Bioland Betriebsnummer: 304421

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